Zielgruppen-Definition ist wichtiger Bestandteil der Marken-Positionierung
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Gib DEINER Marke den passenden Namen.

Findung Markenname

Es geht weiter mit der Entwicklung Deiner preisverdächtigen Marke. Starte hier, wenn Du neu bist und von vorne einsteigen willst.

Nachdem Marken-Positionierung, Marken-Botschaft und Zielgruppen stehen, kommt der nächste, essentielle Schritt:

Die Namensgebung für Deine Marke!

Ein aussagekräftiger Markenname zieht die richtigen Kunden an, über die Du Dir in Deiner Zielgruppendefinition Gedanken gemacht hast. Dein Markenname sollte Dein Angebot widerspiegeln. Zudem soll er in die Branche passen und eine positive Welt im Kopf Deiner Kunden aufmachen.

Wie das geht werde ich Dir anhand unseres Beispiels, der Markenentwicklung für die SPICECAPS, verdeutlichen. Zur Erinnerung: Mein Kunde Olaf Hillesheim kam mit zwei Produkten auf mich zu: Verkapselten Nahrungsergänzungsmittel und einer Weltneuheit – Gewürzmischungen in Kapseln.

Also folgt daraus, dass Olaf einen Namen für seine Firma braucht. Das ist die Dachmarke. Du begegnest täglich Dachmarken und Produktmarken. „Dr. Oetker“ ist z. B. die Dachmarke, „Die Ofenfrische“ ist die Produktmarke.

Beide Produktlinien haben gemein, dass es sich um Kapseln handelt. Daher habe ich ihm als Namen für seine Firma „Olaf Hillesheims Kaspel-Manufaktur“ empfohlen. Dieser Name erklärt wer (Olaf Hillesheim) was anbietet (Kapseln) und zudem noch wie er seine Produkte herstellt (in Handarbeit, also manufakturell). Zudem baut das Einbinden des Namens Vertrauen auf. Eine Manufaktur transportiert eine hohe Wertigkeit und den achtsamen Umgang mit dem Produkt. Also haben wir die Marke schon mit vier Wörtern positiv aufgeladen.

Ich hatte versprochen, Dich an einer echten Markenentwicklung mit allen Wirrungen und Umwegen teilhaben zu lassen. Markenentwicklung ist ein Prozess. Ich empfehle dem Kunden etwas. Wir besprechen das und ich ändere es, wenn es nicht seinen Wünschen entspricht. Schließlich ist es seine Marke und er soll sich damit wohlfühlen. Olaf fand seinen kompletten Namen in der Dachmarke zu lang. Also heißt seine Firma jetzt „Hillesheims Kaspel-Manufaktur“.

Wenn Du Dir einen Namen für Deine Dienstleistung oder Dein Produkt überlegst, lasse ihn auf jeden Fall juristisch prüfen. Nicht, dass dieser Markenname in Deiner Branche unzulässig ist! Außerdem solltest Du beim Deutschen Patent- und Markenamt herausfinden, ob Dein gewünschter Name schon vergeben ist.

Es gibt für einige Branchen auch besondere Regularien. So ist Olaf ein eingetragener Kaufmann, also muss er die Bezeichnung e. K. im Firmennamen führen, also „Hillesheims Kaspel-Manufaktur e. K.“. Glücklicher Weise muss dieser Zusatz aber nicht ins Logo.

Natürlich kann ich hier keine juristische Beratung abgeben, klar bin ja Grafik-Designerin und keine Anwältin 😉 Wenn Dich das Thema Unternehmensname interessiert, kannst Du Dir hier einen Überblick verschaffen: http://www.existenzgruender.de/DE/Weg-in-die-Selbstaendigkeit/Gruendungswissen/Unternehmensname/inhalt.html

Als Produktnamen habe ich ihm ein System vorgeschlagen. „Das Würz-1×1“ für die Würzkapseln und „Das Vitalitäts-1×1“ für die Nahrungsergänzungsmittel. Ich liebe solche einfach zu erweiternden Systeme. Olaf hatte nämlich vor sein Sortiment noch um weitere Produkte wie z. B. Smoothies zu ergänzen. „Das Würz-1×1“ erklärt was es macht, nämlich würzen und es sagt, dass es kinderleicht ist.

Namensgebung für Dachmarke und Produktmarken

Namenssystem für die Dachmarke und die beiden Produktlinien samt Marken-Claim.

„Das Vitalitäts-1×1“ verspricht dem Kunden das er danach vitaler ist. Leider hat dieser Name einer juristischen Prüfung nicht standgehalten, da auch Nahrungsergänzungsmittel im Sortiment waren, die nicht vitaler machen. Doof, denn wir mussten den Namen ändern. Wir haben uns auf „Das natürliche 1×1 der Nahrungsergänzungsmittel“ geeinigt. Ja, die deutsche Sprache ist lang und die deutschen Gesetze sind streng!

Bei den Würzkapseln sind wir anfangs bei meiner Empfehlung, „Das Würz-1×1“, geblieben. Ich hatte begonnen dafür Logo und Etikett zu gestalten. „Das Würz-1×1“ hatte ich eher verspielt gestaltet. Das Ü bestand aus einem Topf in den zwei Kapseln geflogen sind. Mit dieser Logo-Gestaltung habe ich also den Umgang mit dem Produkt erklärt.

Nach einer Weile hatte ich die Idee doch noch mal ein anderes Design auszuprobieren. Etwas das mehr in die Premium-Ecke ging. Als ich Olaf davon erzählte war er ganz angetan. Er sendete mir sogar ein Paar Skizzen und ich begann mit dem Premium-Design. Das neue, reduzierte Gestaltungskonzept passte allerdings nicht mehr zum Namen „Das Würz-1×1“, weshalb Olaf ihn in „SPICECAPS“ änderte. Schon war mein schönes Markennamen-System dahin! So kann es gehen. Das Wort „SPICECAPS“ ist internationaler und würde eine mögliche Erweiterung des Marktes vereinfachen. Ich finde der Begriff hört sich modern an und hat einen guten Klang. ABER er schließt Menschen aus, die kein Englisch können. Selbst wenn man Englisch kann, könnte man CAPS mit Mütze, Deckel, Aufsatz u. ä. übersetzen. Capsule wäre die richtige Übersetzung für Kapsel.

Ich habe daraus gelernt, dass auch Umwege zu guten Ergebnissen führen können. Sei also offen, wenn Du einen Impuls verspürst etwas zu ändern. Das neue Markendesign mit dem dazu passenden Namen hat uns schließlich einen Red Dot Award eingebracht 😀

 

Deine Marken-Entwicklungs-Aufgaben heute:

Finde die passenden Produkt- und / oder Markennamen.

Das macht natürlich nur Sinn, wenn Du noch keinen Namen für Dein Unternehmen und Deine Produkte hast.

01. Kreative Ideenfindung:

Schau Dir hierzu Deine Ergebnisse aus Schritt 1 der Markenpositionierung an: Beschreibe Dein Angebot: Was bietest Du an?

Versuche einen Namen zu finden, der Deine Tätigkeit / Leistung beschreibt. Bei mir ist es „VISUELLE LOGIK“, weil ich Visuelles logisch erarbeite.

Toll wäre es, wenn er gleichzeitig Dein Unternehmen positiv auflädt, wie z. B. das Wort „Manufaktur“, das gleichzeitig ein Qualitätsversprechen ist.

Schreib Dir hierzu alle Wörter auf, die Dir einfallen. Kombiniere die, die Du spannend findest.

02. Branchen-Bestimmungen:

Sehr wichtig: Recherchiere welche rechtlichen Bestimmungen für Deine Branche gelten. Passe gegebenenfalls den Marken-Namen an oder ergänze ihn.

03. Domain-Check:

Schau, ob für Deine Favoriten schon Domains vergeben sind. Wenn ja, würde ich die Finger davonlassen.

04. Markennamen-Recherche:

Prüfe beim Patent- und Markenamt, ob der Dein Wunschname schon vergeben ist.

05. Rechtliche Prüfung Deines Markennamens:

Lasse einen Fachanwalt für Markenrecht prüfen, ob Dein gewünschter Markenname in Deiner Branche zulässig ist.

 

So, ich hoffe, ich habe Dich mit Deiner Marke weitergebracht. In meinem nächsten Artikel beschäftigen wir uns mit der Charakteristik Deiner Marke: Wie soll Deine Marke auf den Betrachter wirken?
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Steffi Schaffer, leidenschaftliche Marken-Gestalterin

Überwältigte Grüße aus dem Häuschen

Deine Steffi,
leidenschaftliche Marken-Gestalterin und
Red Dot Award Winner 2017 😀

 

Jaich will unbedingt tolle Tipps,
wie ich meine Marke
unwiderstehlich machen kann!

 

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