5 Wege aus dem digitalen Dschungel
5 Wege aus dem digitalen Dschungel
13. September 2018
Nützliche Eigenschaften, die Selbständige voranbringen
Nützliche Eigenschaften für Dich als Selbständige*n
7. Februar 2019
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Erschaffe das Business, das Dir gefällt

Erschaffe das Business, das Dir gefällt

Lass Dich von meiner Metamorphose als Selbständige inspirieren:

Heute gebe ich Dir einen ehrlichen und ausführlichen Einblick in meine Selbständigkeit, die ich 2007 gestartet habe. Ich hoffe, dass Du aus meiner Geschichte etwas für Dich mitnehmen kannst. Vielleicht erkennst Du Dich an der einen oder anderen Stelle wieder. Mein wertvollster Tipp an Dich:

Mach Dir Gedanken über Deine Positionierung!

Ok, wenn Du mir schon länger folgst, wirst Du das schon mal gelesen haben. Aber ich kann es auch für mein eigenes Business bestätigen, dass es sich immer wieder lohnt an der Positionierung zu arbeiten. Schließlich befindet sich alles einem permanenten Veränderungsprozess: Der Markt verändert sich. Die Bedürfnisse und Wünsche Deiner Kunden verändern sich. Die Technik verändert sich und auch uns (denke an die Mediennutzung). Marketing verändert sich. Früher ging man mit penetranter Werbung den Menschen eher auf den Geist. Heute machst Du Deine Marke so anziehend, dass die Kunden zu Dir kommen. Das ist die Wandlung vom Druck- zum Sog-Marketing, oder vom Push zu Pull Marketing, wie Du vielleicht schon mal gehört hast.
Zu guter letzt veränderst Du Dich auch. Als Du Dein Business zum Laufen gebracht hast, hast Du sicher ganz anders gedacht und gefühlt. Seit diesem Zeitpunkt hast Du sicher eine Menge dazugelernt und wahrscheinlich auch andere Bedürfnisse als früher. Zumindest ging es mir so.

Jaich will unbedingt tolle Tipps,
wie ich meine Marke
unwiderstehlich machen kann!

 

Meine Daten werden ausschließlich zu diesem Zweck genutzt und von Mailchimp verarbeitet. Insbesondere erfolgt keine Weitergabe an unberechtigte Dritte. Ich stimme der Erfolgsmessung von Mailchimp zu. Mir ist bekannt, dass ich meine Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen kann. Dies kann ich über folgende Kanäle tun: elektronisch über einen Abmeldelink im jeweiligen Newsletter, per E-Mail an: mail@visuellelogik.de oder postalisch an: VISUELLE LOGIK, Wielandstr. 19, 65187 Wiesbaden. Es gilt die Datenschutzerklärung der VISUELLE LOGIK / AGENTUR FÜR GESTALTUNG / STEFANIE SCHAFFER, die auch weitere Informationen über Möglichkeiten zur Berichtigung, Löschung und Sperrung meiner Daten beinhaltet.

 

Meine Selbständigkeit durchlief mehrere Phasen:

Phase 1: Fairer bezahlt werden.

Zuerst wollte ich einfach nur weg. Weg von einer grauenvollen Agentur. Raus aus der schlecht bezahlten Knechtschaft. Weg von 60-Stundenwochen, von denen nur 40 bezahlt werden, weil wir hippen Kreativen ja keine Arbeitszeiten erfassen. Irgendwann dachte ich mir, wenn mein Beruf mit so viel Arbeit verbunden ist, will ich wenigstens jede Stunde bezahlt bekommen. Also ab in die Selbständigkeit, um jede Stunde, die ich als freie Mitarbeiterin in Werbeagenturen verbracht habe, abzurechnen.

Mein Fazit: Das hat gut geklappt und ich konnte zumindest mein Einkommen verbessern.

 

Phase 2: Die Bedingungen verbessern.

Ich liebe meinen Beruf. Ich liebe es mit meinem Talent und meiner Empathie Menschen mit den passenden Kunden zu verbinden. Was ich hasse sind unendlich viele Projekte auf dem Schreibtisch, die es zeitlich gar nicht zulassen kreativ zu arbeiten, stundenlange, ergebnislose Meetings, die jedem nur die Zeit stehlen und Marketing-Ideen die durch das Mitquatschen von zu vielen Beteiligten so verwässert werden, dass sie nicht mehr anziehen, sondern in der Bedeutungslosigkeit versinken. Herzlichen Dank!

Mein Fazit: Lieber weniger für Werbeagenturen arbeiten, in denen es wie oben beschrieben läuft, und eigene Kunden akquirieren. Das stellte sich als nicht so einfach dar. Schließlich kannte mich niemand. In den ersten Jahren hatte ich über Empfehlungen ein paar Kunden gewonnen, die ich direkt betreute und die ich teilweise sogar noch heute habe. Sie machten einen Umsatz von ca. 10% aus. Mit der Zeit wurde ich immer mehr empfohlen. Ich war froh um jeden Neukunden und habe echt ALLES gemacht was halbwegs mit Gestaltung zu tun hatte. Sogar Autobeschriftungen und glaub mir, da gibt es echt Leute, die sich wirklich gut damit auskennen.

Das Manko war meine fehlende Positionierung! Verrückter Weise stand damals schon auf meiner Visitenkarte das was ich heute anbiete: Strategische Beratung, Markenpositionierung, Kommunikationskonzepte, Corporate Design, visuelle Konzeption und meine geliebte Logoentwicklung. Das war wohl viel zu hochtrabend für meine Zielgruppe. Die Kunden wollten aber einfach nur einen Flyer oder einen Aufkleber. Ich firmierte unter: stefanie schaffer kommunikations.design. Ähem, damals war es in alles klein zu schreiben. Unter Kommunikations-Design, mein Studienfach, kann sich übrigens auch niemand wirklich etwas vorstellen.

Visitenkarten gestaltet von Stefanie Schaffer

Mein Tipp: Nutze immer die Rückseite Deiner Visitenkarte, um Dein Angebot zu beschreiben. ABER nimm lieber Begriffe, die Deine Kunden verstehen! Deine Mitbewerber kannst Du mit Deinem Erfolg beeindrucken. 😉

Phase 3: Nach außen als Agentur auftreten.

Der folgerichtige Schritt war als Design-Agentur aufzutreten, um ernster genommen zu werden. Die VISUELLE LOGIK wurde geboren. Für mich ganz klar die Beschreibung meiner Tätigkeit: Erst nachdenken, dann gestalten. Da das vermutlich nur mir klar war, fügte ich noch die AGENTUR FÜR GESTALTUNG als Verortung hinzu. Schließlich empfinde ich mich in erster Linie als Gestalterin.

Um den Bestimmungen in Deutschland gerecht zu werden ist meine offizielle Firmung natürlich mit meinem vollen Namen versehen. Das ist für Freiberufler Pflicht. Immerhin muss man den offiziellen Namen nicht im Logo führen, auf dem Briefpapier schon.

Visitenkarten von VISUELLE LOGIK AGENTUR FÜR GESTALTUNG STEFANIE SCHAFFER

Dem neuen Logo folgte eine neue Website. Also habe ich neben der vielen Agentur-Jobs und Kundenaufträge eine Website erarbeitet. Pünktlich zu meinem Vortrag auf einer Gründermesse in Mainz am 26.4.2016 hat mein geschätzter Webentwickler Marius diese hochgeladen. Ich gebe zu, zwei Bereiche habe ich immer noch nicht mit Design-Beispielen gefüllt, aber immerhin war meine Website nach Monaten endlich online!

Sie zeigt mein damaliges Angebot: Logogestaltung, Markenentwicklung, Webdesign, Werbung. Das waren die Lösungen, die meine Kunden angefragt haben. Ein sehr breites Angebot, da zwar hilfreich für meine Kunden, aber auch ausgesprochen komplex für mich als Dienstleisterin ist.

Mein Fazit: Der neue Auftritt als Design-Agentur und meine Vorträge sorgten für eine bessere Reputation und brachten mir viele Neukunden. Einige kamen sogar von großen Werbeagenturen zu mir, weil sie meine Herangehensweise und das Herzblut, das ich in meine Aufträge stecke, zu schätzen wissen.

 

Phase 4: Als Unternehmerin denken

Wer mich kennt weiß, dass ich neugierig bin, überall rumschnuppere und das was ich für sinnvoll halte in mein (Arbeits-)Leben integriere. Zugegebener Maßen bin ich Spaßgesteuert. Bloggen und Facebook machen mir Spaß. Also habe ich mich hier betätigt.

Dann kam der Punkt, an dem ich aufhörte zu reagieren und begann zu gezielt zu agieren. Anfang 2017 machte ich eine Fortbildung im Bereich Online-Marketing. Dort hab ich super viel gelernt und mein Kopf wurde eher auf Unternehmer-Denken getrimmt. Ziele definieren und daraufhin zu arbeiten finde ich seitdem sinnvoller als nur auf die Bedürfnisse des Marktes zu reagieren.

Jetzt kommt etwas ganz Verrücktes, was ich umso bizarrer finde, je länger ich darüber nachdenke: Ich habe begonnen mein eigenes Marketing zu machen! Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich immer nur Werbung für andere gemacht, nie für mich selbst! Da hätte ich ja mal früher drauf kommen können 😉 Mir war es irgendwie unangenehm mich selbst zu bewerben. Wenn es Dir auch so geht, ist dieser Artikel, den ich nach einer Fortbildung darüber geschrieben habe, sicher hilfreich für Dich: Tschüss Schmierlappen-Marketing

Mein Fazit: Eigenes Marketing und präsent in Social Media zu sein sorgt für einen kontinuierlichen Kundenaufbau.

 

Phase 5: Fokus

Ich lerne gern aus Büchern, Vorträgen, Podcasts und online. Weil die Verlockungen der unzähligen Challenges, Webinaren und sonstigen Online-Angeboten groß sind, habe ich mir letztes Jahr eines verordnet: FOKUS!

Jedes Thema und jedem Angebot für eine Marketing-Kooperation habe ich darauf geprüft, ob es meinem Ziel dient. Wenn ja, habe ich es wahrgenommen, wenn nein, habe ich nicht meine Zeit damit verschwendet.

Aufgrund eines wertvollen Impulses von Sandra Holze habe ich mich Anfang 2018 gefragt:

Was kann ich denn WIRKLICH gut?

Was macht mir WIRKLICH Spaß?

Womit helfe ich meinen Kunden WIRKLICH weiter?

Sie nennt das Ergebnis die Geniezone. Genial. Endlich erfüllender Arbeiten und bessere Ergebnisse erzielen!

Was ich wirklich gut kann ist Marken erfolgreich zu machen. Das braucht eigentlich jeder Unternehmer aber niemand googelt danach. Suchmaschinentechnisch also total blöd. Aber egal, ich habe ja Facebook.

Um Deine Marke erfolgreich zu machen, brauchst Du eine sinnvolle Positionierung, ein Logo, das Deine Tätigkeit widerspiegelt, eine Markenbotschaft, die Deinen Kunden überzeugt und das alles auf ansprechenden, schönen und vor allem professionell gestalteten Werbemitteln.

Mein Fazit: Seid ich das so klar kommuniziere, rennen die Kunden mir die Bude ein! Vor allem seid ich noch mehr ich selbst bin und authentisch mein eigenes Marketing betreibe, habe ich Kunden, die ich wirklich gern habe!

Also: Trau Dich Dein Angebot zu reduzieren.

Ja, das kostet Mut – den Mut auch mal Kunden etwas abzuschlagen. Aber wenn Du stattdessen mehr Kunden in Deiner Genie-Zone bedienen kannst, gewinnen sie, weil sie von Deiner besten Hilfestellung profitieren. Du gewinnst, weil Du Deinen Kunden bestmöglich helfen kannst und es zudem mehr Spaß macht! Zusätzlich gewinnen sogar diejenigen, die Du an einen Kollegen empfohlen hast, weil sie dort eine Leistung bekommen, für die der Dienstleister brennt. Win, win, win auf allen Ebenen.

 

Phase 6: Als Unternehmerin ich selbst werden

2019 habe ich etwas vor, bei dem mir ganz kribbelig wird, wenn ich dran denke:

Ich will noch mehr ich selbst werden und andere Selbständige dabei unterstützen IHREN Weg zugehen. Es freut mich ungemein, wenn ich Menschen dabei helfen kann sich und ihre Marke zu entwickeln. Schon seit vielen Jahren stehe ich auf der Bühne. Ich liebe es Menschen zu motivieren. Mein neues Angebot kombiniert alles was mir wichtig ist: Ein positives, motivierendes Mindset, eine gute Marke und das passende Marketing für Selbständige, die vorankommen wollen.

Als Arbeiterkind wurden mir einige Sachen anerzogen, die wenig hilfreich für Selbständige sind.

Ich will verhindern, dass Du dieselben Fehler machst, wie ich.

Dafür stehen einige große Schritte an:

  1. Baue ich meine Website um, damit die neue Ausrichtung klar wird. Einiges wird dabei wegfallen, u. a. Webdesign.
  2. Werde ich zu meinem neuen Thema: „Vom Schaffer zum Er-Schaffer – wie Du Dich als Arbeiterkind erfolgreich selbständig machst“ Vorträge anbieten.
  3. Ein Buch darüber schreiben.

Bäm. Viel zu tun… Mein Fazit schreibe ich am Ende des Jahres 😉

Ich wünsche Dir, dass Du auf Deinem Weg auch immer mehr zu Dir selbst findest und dass Du nie aufhörst an Dir und Deinem Business zu arbeiten!

 

Stefanie Schaffer Markengestalterin aus Wiesbaden

Motivierte Grüße

Deine Steffi,
leidenschaftliche MarkenerSCHAFFERin
und Red Dot Award Winner 2017 😀

PS: Wenn Du Lust auf weitere Tipps rund um Marke, Marketing und Mindset hast, trag Dich gern in meinen Newsletter ein! Ich freu mich auf Dich.

 

Jaich will unbedingt tolle Tipps,
wie ich meine Marke
unwiderstehlich machen kann!

 

Meine Daten werden ausschließlich zu diesem Zweck genutzt und von Mailchimp verarbeitet. Insbesondere erfolgt keine Weitergabe an unberechtigte Dritte. Ich stimme der Erfolgsmessung von Mailchimp zu. Mir ist bekannt, dass ich meine Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen kann. Dies kann ich über folgende Kanäle tun: elektronisch über einen Abmeldelink im jeweiligen Newsletter, per E-Mail an: mail@visuellelogik.de oder postalisch an: VISUELLE LOGIK, Wielandstr. 19, 65187 Wiesbaden. Es gilt die Datenschutzerklärung der VISUELLE LOGIK / AGENTUR FÜR GESTALTUNG / STEFANIE SCHAFFER, die auch weitere Informationen über Möglichkeiten zur Berichtigung, Löschung und Sperrung meiner Daten beinhaltet.

 

Portraits: Sabine Kristan