44 Maßnahmen, um Deine Marke bekannt zu machen
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13. Juni 2019
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Einen Scheiß muss ich in Beruf, Werbung und (Online-)Marketing

Regeln in Werbung und Online-Marketing

Geiler Titel dachte ich, als ich von der BLOGPARADE, DIE ZWEITE: EINEN SCHEISS MUSS ICH…! von Elke Schwan-Köhr gehört habe. Ich war ja schon immer ein kreativer Querkopf, der Sachen mit Vorliebe anders gemacht hat. Meine Mutter kann da ein genervtes Lied davon singen 😉 

Heute nutze ich diese Fähigkeit, um meinen Kunden ungewöhnliche Ideen für ihre Marke und ihr Marketing vorzuschlagen. Mein internes Motto ist schon lange, kenne die Regeln und brich sie.

Dieser Artikel soll Dich anregen auch öfter mal Fünfe grade sein zu lassen und daraus einen Vorteil zu ziehen. Ich schreibe hier die Situationen auf, in denen ich etwas nicht so gemacht habe wie man es so macht und was ich daraus gelernt habe. 

„Das macht man so!“ würg, wie ich diesen Satz hasse. Wir leben in einer pluralistischen, multioptionalen Gesellschaft. Wer gibt da die Regeln vor? Die Das-macht-man-so!-Regeln gelten maximal innerhalb einer Zielgruppe. In einer anderen kann genau das Gegenteil gelten. Hast Du darüber schon mal nachgedacht? Bsp. Beige Bundfaltenhosen und taubenblaue Hemden waren früher bei konservativ-liberalen Studenten total angesagt. Auf unseren Designer-Partys galten sie damit als uncool. 

Einen Scheiß muss ich…

… im Beruf

Als ich mein erstes Praktikum in einer Werbeagentur gemacht habe, habe ich nix verstanden. Nix! Die haben ständig mit allerlei Marketing-Begriffen und Abkürzungen um sich geworfen. USP, POS, DU, BU, Call-to-Action kurz CTA, asap… was auch immer. Natürlich wurden diese Begriffe auch Inflationär beim Kunden angewendet, schon allein um auf dicke Hose zu machen.
Es war eine der ersten Entscheidungen, die ich in meiner Selbständigkeit als Markengestalterin getroffen habe, dass ich diese Marketing-Ausdrücke weglasse, um für meine Kunden verständlich zu sein. “Handlungsaufforderung” ist zwar ein ellenlanges Wort, dafür kann man es sich aber besser herleiten als Call-to-Action, selbst wenn man es noch nie vorher gehört hat.

Was ist in Deiner Branche üblich und Du machst es nicht, weil Du es nicht sinnvoll findest? 

Außerdem ging es mir ziemlich auf den Kranz, dass in einer Werbeagentur jeder nur für seinen Bereich zuständig ist: Der Kundenberater hat Kontakt zum Kunden, der Texter macht das Konzept sowie den Text und der Art Director sucht ein schönes Bild (so war die landläufige Meinung über uns). Da ich schon immer meinen eigenen Kopf hatte, habe ich öfter Textvorschläge gemacht. Die wurde meist abgeschmettert, weil ich ja nur für das Design zuständig war. Total nervig. In meiner Selbständigkeit texte ich ausschließlich selbst. Klappt ganz gut. Schon während meines Studiums hatte ich schon allein Projekte abgewickelt. Da kamen immer viel rundere und stimmigere Konzepte raus. Übrigens empfinde ich meinen Job nicht als Werbung. Ich baue Vertrauen auf und überzeuge Menschen. Das ist viel erfüllender als klassische Werbung. 

… in Werbung und Marketing

Was für einen Scheiß ich schon in Werbung und Marketing gehört habe:

Never play with the Logo

Doch! Wenn das Logo ein schönes klares Zeichen hat, aus dem man ein Muster machen kann, sollte man es tun! Tatsächlich kommt diese Weisheit eher daher, dass niemand etwas Dummes mit dem Logo anstellen sollte, wie es verzerren oder direkt daneben etwas anderes das ablenkt zu platzieren. 

Gestaltete Flyer

Hier habe ich einen Teil des Logos als Muster dezent und den Hintergrund gelegt.

Keine Verläufe 

In meinem Grafik-Design-Studium war es verpönt Verläufe zu verwenden. Gerade wenn man eine Transformation, die ich ja im Marketing meiner Kunden erwirke, darstellen will finde ich einen Verlauf mittlerweile super. Der dezente Farbverlauf macht auch die Headline in dem Mini-Magazin unten charmanter.

Individuell gestaltetes Logo auf Image-Broschüre

Hier mein Logo. Noch Fragen?

 

Keine Headlines, die etwas Negatives beschreiben

Diese Aussage kommt aus der Psychologie. Unser Gehirn ist nicht in der Lage sich etwas nicht vorzustellen. Häufig wird als Beispiel der rosane Elefant bemüht, den man sich nicht vorstellen soll und ZACK haben alle einen rosa Elefanten in der Birne. Hier meine Gegenbeispiele, die sich in die Köpfe der Menschen eingebrannt habe: “Geiz ist geil” finde ich total negativ. Dieser Marken-Claim hat aber gut funktioniert. Ebenso wie “Nichts ist unmöglich”, der vielen noch heute ein Begriff ist obwohl gleich zwei negative Wörter vorkommen. “Ich bin doch nicht blöd” ist auch nicht grade positiv. Hopps jetzt habe ich selbst eine negative Wortwahl getroffen. 

… im Online-Marketing 

Alle wollen/sollen es schaffen und alle mit der gleichen Methode. Kling komisch? Ist es auch. 

Wie soll man denn in einem völlig überfüllten Markt mit exakt derselben Marketing-Methode genügend Kunden gewinnen?

Wie soll man den auffallen, wenn alle dasselbe machen?

In Deiner Branche haben alle ein blaues Logo. Willst Du dann wirklich das Zehntausendundeinste blaue Logo haben? Ernsthaft?

Das ist nicht wofür ich stehe! Ich stehe für das Besondere an Dir und Deinem Business und mache es nach außen sichtbar. 

Kenne Deine Branche und stich positiv daraus hervor! Das gilt auch für Deine Marketing-Kanäle. Wenn alle auf E-Mail-Marketing setzen, ist es auffälliger etwas per Post zu verschicken. Meine liebe Kundin Marion Wandke hat letztes Jahr viel positive Resonanz auf ihre / unsere (weil von mir gestaltet 😉 ) Mini-Magazine bekommen. Sie hat einfach Themen die ihr wichtig sind als kleines Magazin verschickt.  Das nenne ich angenehme Werbung ohne Hardselling. 

Flyer-Gestaltung als Magazin mit Logo

Ein individuell gestaltetes Mini-Magazin verleiht Deinem Business Flügel.

Mein Fazit: 

Einen Scheiß musst Du. Mach es lieber anders und vor allem besser! 

Schaff Dir ein Umfeld das Dir gefällt und das Dich stark und glücklich macht! 

Schaff Dir den Job der Dir gefällt, der Dich zu Deiner persönlichen Höchstleistung wachsen lässt. 

Schaff Dir ein Leben das Dir gefällt, das Dich zur besten Version Deiner selbst werden lässt. 

 

Stefanie Schaffer Markengestalterin aus Wiesbaden

Kreative Grüße

Deine Steffi,
leidenschaftliche MarkenerSCHAFFERin
und Red Dot Award Winner 2017 😀

PS: Wenn Du Lust auf weitere Tipps rund um Marke, Marketing und Mindset hast, trag Dich gern in meinen Newsletter ein! Ich freu mich auf Dich.

 

Jaich will unbedingt tolle Tipps,
wie ich meine Marke
unwiderstehlich machen kann!

 

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Portrait Steffi: Sabine Kristan